Kappelle Bobbin

Im gesegneten Alter von 80 Jahren wurde Karoline von Blücher am 24. November 1864 in Rostock heimgerufen und fand die Beisetzung in Bobbin in der von ihr erbauten und von ihrem verstorbenen Mann seinerzeit entworfenen Kapelle neben ebendiesem, der bereits früher aus der Wasdower Kapelle dorthin überführt wurde und neben ihrem Quitzenower Sohn.

Karoline von Blücher hatte aus Angst vor dem Scheintod die Bestimmung getroffen, dass ihr Sarg vierzehn Tage lang nicht geschlossen und eine Wache dabeibleiben solle. Ihr Sohn, Friedrich Helmut Carl Anton von Blücher, kam diesem Wunsch soweit als möglich dadurch nach, dass er einen doppelten Sargdeckel anfertigen ließ, den inneren mit einem Fenster oberhalb des Gesichtes. Nach Ablauf der Zeit bildete dann der obere Deckel den Verschluss. Es zeichnete sich in Folge dessen der Sarg durch besondere Höhe von den anderen in der Kapelle aus.

Elisabeth von der Decken, geb. von Blücher, die Tochter von Landforstmeister Friedrich von Blücher, der im Jahre 1912 das Gut für 1 ½ Millionen Goldmarkwohnte verkaufte, wohnte seitdem bis Ende der 60er Jahre in Bad Doberan und verstarb in den 70er Jahren in Essen. Ihr Grabstein wurde 2006 von Ihrem Enkel Hubertus von der Decken von dort nach Bobbin überführt und auf dem Grabe ihres Vaters niedergelegt, der dort im Mai 1927 beigesetzt wurde. Ende der 50er führte Elisabeth von der Decken eine Korrespondenz mit der Gemeinde Wasdow, die hier nun eingesehen werden kann.

Gemeinde Wasdow am 28. Januar 1957
Elisabeth von der Decken am 21. Februar 1957
Gemeinde Wasdow am 04. Mai 1957
Elisabeth von der Decken am 20. Juli 1957