Adventsflohmärkte 2005

Auf diesen ersten Flohmärkten, die im großen Saal des Gutshauses stattfanden, gab es viele Flohmarkt- und Weihnachtsartikel zu kleinen Preisen. Jeder Besucher erhielt, passend zur Jahreszeit, einen Becher Glühwein zum Aufwärmen.

Auf dem Flohmarkt war wirklich für jeden etwas zu finden: Kochtöpfe, Geschirr, Gläser, Teller und Tassen, Vasen und Übertöpfe, Haushaltsgeräte, Bekleidung, Tisch- und Bettwäsche, Bücher und Bilder, alte Schallplatten aus den 70er Jahren, Weihnachtskugeln, elektrische Lichterkerzen für den Tannenbaum, einige Möbelstücke, Teppiche und Lampen. Sogar einige alte Möbel (Tische, Stühle, Sessel, Regale, Anrichte, ...) waren zu finden.

Von uns wurden, soweit dies bei der Vielzahl der Artikel überhaupt möglich war, die Waren in drei Räumen des Gutshauses auf Tapeziertischen und Platten aufgebaut. Der Rest stand unter den Tischen in offenen Kartons und lud zum Stöbern ein.

Am ersten Advent zählten wir 100 Gäste und hatten eine Einnahme von fast 400 €. Zum zweiten Advent hatte sich unsere Aktion inzwischen herumgesprochen, es beinahe doppelt so viele Besucher, aus einem Umkreis von 40 km, viele vormittags und nachmittags noch einmal. Die Einnahme betrug 600 €.

Die Menschen waren begeistert. Hier bot sich eine Einkaufsmöglichkeit, vieles zu „Schnäppchen-Preisen “ zu kaufen. Viele Besucher genossen aber auch die Geselligkeit. Die Stimmung war ausgezeichnet. Bananenkistenweise trugen die Besucher ihre Schätze zu den Autos (die Zufahrtstraße vor dem Haus war teilweise total zugeparkt). Einige ältere Damen aus Bobbin und ohne Auto überlegten krampfhaft, wie sie das Ergatterte wohl nach Haus transportieren könnten. Wir richteten kurzerhand abends einen kostenlosen Lieferservice ein, um die prall gefüllte Bananenkisten im Dorf auszuliefern.

Als erfreulich wurde von den Besuchern empfunden, dass wir kein kommerzielles Geschäft machen wollten, sondern das eingenommene Geld ausschließlich für die Sanierung des Hauses verwenden. Bezeichnend ist auch folgende Begebenheit: Eine Dame fand, wir wären viel zu billig. Ihre Worte: "Ich bin zwar nicht reich, doch geb ich gern noch eine zusätzliche Spende." Kurzerhand stülpte sie den Inhalt ihrer Geldbörse in unsere offenen Hände. Diese Geste war rührend.

Mit den gesammelten Einnahmen wurde zwischenzeitlich ein maroder Schornstein im Haus repariert und somit vor dem Einsturz bewahrt. Mit einem so großen Erfolg hatten wir wahrhaftig nicht gerechnet. Die fröhlichen Gesichter, die tolle Stimmung den ganzen Tag über, das Staunen über die Fortschritte im Haus, unser Engagement machte auch uns wirklich Spaß.